Wolschart: Die grüne Lunge stirbt (KTZ, 19.4.2010)
Anrainer machten Umweltaktivisten auf die ersten Rodungen im Wolschart aufmerksam. Auf “google.earth” sind die großflächigen Schlägerungen und Erdbewegungen bereits sichtbar. Die ersten Schotterhalden nehmen Form an. Der Bürgermeister der Tourismusgemeinde St. Georgen am Längsee, Konrad Seunig, meinte im Vorjahr noch, dass es seitens der Bevölkerung keine Einwände gebe. Solange keine Beeinträchtigung entstehe, ist laut Seunig dieses Projekt willkommen. Wie viele Arbeitsplätze geschaffen werden, steht noch nicht fest. Von den Leserbriefen, die schon im Oktober 2009 durch die Medien geisterten, hält Seunig nichts.
Die ersten Bilder von den Verwüstungen im Wolschart schockieren. Die Rodungen und Erdbewegungen haben bis jetzt erst rund 3000 Quadratmeter des Wolschartwalds erfasst. Der Schotterabbau soll aber in den primären Abbauphasen auf 70.000 Quadratmeter erfolgen und nach dreißig Jahren auf 200.000 Quadratmeter (!) ausgedehnt sein. Was bleibt dann von der grünen Lunge des Krappfeldes über?
Bettina Winkler, Möbling

