…Arbeitsplätze in Gefahr (Kärntner Woche vom 9.12.2009)
Rund eine Million Euro wurden vom Kärntner Zukunftsfonds in den Golfplatz St.Georgen investiert. Mit rund achthunderttausend Euro wurde das Stiftshotel St.Georgen bedacht. Vom Geld des Zukunftsfonds
profitiert die Tourismusgemeinde Längsee/Hochosterwitz und schärft damit ihr Profil als naturnahe, exklusive Urlaubsregion. Ganz und gar nicht ins Bild dieser Idylle passt die Nachricht, dass die Alpine Bau
GmbH zweihunderttausend Quadratmeter des Kleinods Wolschartwald in unmittelbarer Nähe der Marienkultstätte Maria Wolschart und der durch den Kärntner Zukunftsfonds massiv unterstützten Tourismus-Hotspots in
den nächsten drei Jahrzehnten in Schotterhalden, also in Ödland, verwandeln möchte.
Bei der Behördenverhandlung für die Schottergruben gab die Gemeinde St.Georgen am Längsee eine grundsätzlich positive Stellungnahme mit einigen wenigen Auflagen ab:
St.Georgen will keinen Abbau in den tourismusstarken Sommermonaten und an Samstagen. Die Umweltbelastung durch die weiträumige und nachhaltige Zerstörung der Landschaft, einem Natur- und Erholungsraum der erst im Zuge der Eingemeindung in den Siebziger Jahren zu St.Georgen kam, dürfte für die Gemeindevertreter nicht bedacht worden sein. Dieser Raubbau wird vor Ort Arbeitsplätze im Tourismus- und Dienstleistungsbereich vernichten und zukünftige Investoren verschrecken.
Hannes Leeb, dzt. Innsbruck
Foto: Kirche in Straganz, westlicher Wolschart
